Foto: Egbert Kamprath

Kaillie Humphries ist die erste Monobob-Weltmeisterin – Stephanie Schneider gewinnt Silber, Laura Nolte holt Bronze

Kaillie Humphries (USA) ist die erste Monobob-Weltmeisterin in der Sport-Geschichte. Bei den BMW IBSF Bob & Skeleton Weltmeisterschaften 2021 presented by IDEAL Versicherung war die Disziplin erstmals im WM-Programm. Kaillie Humphries, im Zweierbob zweimal Olympiasiegerin und vier
Mal Weltmeisterin, fügt ihrer Sammlung nach Zweierbob-Gold in Altenberg damit einen weiteren, neuen Titel hinzu.

Nach zwei der vier Rennläufe auf Platz zwei in den Final-Tag gestartet, übernahm Kaillie Humphries mit Lauf-Bestzeit und Bahnrekord die Führung vor dem letzten und entscheidenden Lauf. Im Finale fuhr sie erneut Bahnrekord (59,47 Sekunden) und gewann mit 0,50 Sekunden Vorsprung Monobob-Gold.

WM-Silber sicherte sich im SachsenEnergie-Eiskanal von Altenberg Stephanie Schneider, die Weltcup-Gesamtsiegerin von 2020 im Frauen-Zweierbob. Die Lokalmatadorin, die in der vergangenen Woche im Zweier-Rennen noch auf dem vierten Platz gefahren war, holte sich mit starken Fahrten ihre erste WM-Medaille in dieser Saison. Nach den ersten zwei Läufen lag die 30-Jährige in Führung, doch Humphries war am Ende doch nicht zu schlagen. „Wir hatten letzte Woche auch die Möglichkeit, um Silber zu kämpfen. Das ist uns leider nicht geglückt, dafür ist es heute umso schöner, dass es für eine Medaille gereicht hat. Ganz unter Kontrolle habe ich den Mono noch nicht, aber der letzte Lauf war schon ordentlich. Ich wollte unbedingt eine Medaille bei der WM, und die habe ich bekommen. Es wäre natürlich für mein Team schöner gewesen, wenn es im Zweier geklappt hätte, aber ich freue mich trotzdem über Silber heute“, sagte Schneider im Ziel.

Monobob-Bronze gewann Teamkollegin Laura Nolte (GER). Die Europameisterin und Junioren-Weltmeisterin im Zweierbob hatte 0,80 Sekunden Rückstand auf Siegerin Humphries. Die 22-Jährige fiel im letzten Lauf noch von der 2 auf die 3 zurück, dennoch ist es für die junge Pilotin ein Top-Ergebnis: „Über den letzten Lauf bin ich schon etwas enttäuscht, da wäre mehr drin gewesen. Aber ich bin trotzdem sehr glücklich über Bronze. Mental war es schon eine Herausforderung, weil ich letzte Saison ja mit einem Sturz hier bei der WM in Altenberg aufgehört habe, aber ich habe mich denke ich gut zusammengerauft. Das war definitiv eine wichtige Saison für meine Entwicklung“, so Nolte nach dem Rennen.

Mit Abstand die Schnellste am Start war Cynthia Appiah aus Kanada. Mit ihrem Startrekord von 5,92 Sekunden im Final-Lauf war sie auf den ersten Metern etwa zwei Zehntelsekunden schneller als fast alle anderen Athletinnen. Cynthia Appiah wurde in Altenberg Fünfte hinter Zweierbob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka auf Rang vier. Katrin Beierl aus Österreich, Weltcup-Gesamtsiegerin im Frauen-Zweierbob, wurde Achte.

2018 hatte das Internationale Olympische Komitee IOC Frauen-Monobob als neue Disziplin ins olympische Programm aufgenommen. Das erste offizielle IBSF-Rennen fand im November 2018 in Lillehammer statt – mit Breeana Walker aus Australien als Siegerin. Seit der Saison 2020/2021 wird die Frauen-Monobob Weltserie bei Events aller IBSF-Rennserien ausgetragen. 21 Jahre nach der ersten WM im Frauen-Zweierbob im Jahr 2000 in Winterberg (GER) feierte nun die zweite Disziplin der Bob-Athletinnen ihre WM-Premiere. 20 Jahre nach dem Olympia-Debüt 2002 in Salt Lake City (USA) ist dann bei den Winterspielen in Peking 2022 neben dem Frauen-Zweierbob auch der Frauen-Monobob olympisch.

(IBSF / BSD | Foto: Egbert Kamprath)

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