Siegerehrung Bob und Skeleton Weltmeisterschaft Altenberg Zweierbob Damen Weltmeisterin Kaillie Humphries  2. Platz Kim Kalicki und 3. Platz Laura Nolte
Foto: Egbert Kamprath

Rekordsiegerin: Kaillie Humphries mit viertem WM-Titel – Silber für Kalicki, Bronze für Nolte

Kaillie Humphries aus den USA hat bei den BMW IBSF Weltmeisterschaften 2021 presented by IDEAL Versicherung Gold im Zweierbob gewonnen. Mit nun vier Titeln – 2012 und 2013 als Pilotin für Kanada und 2020 und 2021 für die USA – ist Kaillie Humphries die Bob-Pilotin mit den meisten WM-Titeln. Mit Anschieberin Lolo Jones gewann sie am SachsenEnergie-Eiskanal Altenberg auch den vierten Titel für das US-Team im Frauen-Zweierbob.

Das einzige Team, das in Altenberg bis zum Schluss in Reichweite der zweimaligen Olympiasiegerin Humphries bleiben konnte, war Kim Kalicki (GER) mit Ann-Christin Strack. Kalicki, die WM-Zweite und Junioren-Weltmeisterin von 2020, holte mit 0,35 Sekunden Rückstand wie bereits im Vorjahr WM-Silber. Die Bronzemedaille gewannen die Junioren-Weltmeisterinnen und Europameisterinnen: Laura Nolte/Deborah Levi (GER) kamen 1,01 Sekunden hinter den Siegerinnen auf Rang drei.

Stephanie Schneider/Leonie Fiebig (GER) lieferten sich in Altenberg die größte Aufholjagd mit der Konkurrenz. Nach Platz acht im ersten, Rang fünf im zweiten und Platz vier nach dem dritten Lauf brachten sie sich vor dem Final-Lauf in Schlagdistanz, 0,15 Sekunden hinter dem Bronze-Rang. Am Ende fehlten der Weltcup-Gesamtsiegerin von 2019 knapp zwei Zehntelsekunden auf eine WM-Medaille.

Elana Meyers Taylor, die 2015 und 2017 die ersten beiden WM-Titel für die USA gewonnen hatte, wurde mit Sylvia Hoffman in Altenberg Fünfte. Ein Jahr zuvor hatte die US-Pilotin ihren Sohn Nico zur Welt gebracht und kehrte nach einer Saison Auszeit im Januar 2021 in den internationalen Bob-Sport zurück. Olympiasiegerin Mariama Jamanka, die Weltmeisterin von 2019, beendete mit Vanessa Mark die Saison im Frauen-Zweierbob auf WM-Rang sechs vor Weltcup-Gesamtsiegerin Katrin Beierl aus Österreich mit Jennifer Onasanya.

Kim Kalicki (2.) bilanzierte nach ihrem erneuten WM-Silber im SachsenEnergie-Eiskanal: „Ich bin kein bisschen traurig, sondern voll und ganz zufrieden. Kaillie ist einfach stark. Wir haben gezeigt, was wir können und Silber gewonnen, nicht Gold verloren.“

Laura Nolte (3.), mit 22 Jahren die Jüngste im deutschen Team, meinte nach ihrer ersten großen Medaille mit Tränen in den Augen: „Im ersten Moment war ich wirklich überwältigt. Denn der Sturz im letzten Jahr hat mich schon mitgenommen und lange beschäftigt. Deshalb bin ich froh, dass es heute geklappt hat und wir gut durchgekommen sind. Dass die Steffi nochmal so nah an uns ranfährt und Druck ausübt, hätten wir nicht gedacht.“

Steffi Schneider (4.): „Mit dem zweiten Tag bin ich zufrieden, super Startzeiten, tolle Läufe. Leider reicht ein guter Tag nicht, bei der WM, der erste war leider katastrophal. Dafür haben wir ganz schön aufgeholt. Die Enttäuschung überwiegt gerade noch, morgen werde ich aber wohl stolz auf die Leistung sein.“

Mariama Jamanka (6.) sagte: „Das Feld an konkurrenzfähigen Teams ist groß. Sie alle gut einzuschätzen ist schwer. Es war klar, dass es um die ersten drei Plätze eng werden würde. Es hat halt einfach nicht gereicht.“

Bundestrainer René Spies stufte die Leistungen seiner Damen wie folgt ein: „Wir sind mit den Jungen im Soll. Alle haben es bis zum Schluss gut gemacht. Für das Niveau von Kaillie hat es halt noch nicht gereicht. Wir können das gut einordnen und für die kommende Olympia-Saison unsere Lehren ziehen.“

(IBSF/BSD | Foto: Egbert Kamprath)

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